Ratgeber · Aktualisiert Februar 2026 · 6 Min. Lesezeit

Kartenterminal oder Managed Service? Zwei Wege zur Kartenzahlung an der Waschanlage.

Wer Kartenzahlung an einer SB-Waschanlage nachrüsten will, steht vor einer grundsätzlichen Entscheidung: selbst ein Kartenterminal betreiben – oder den Betrieb komplett abgeben. Beide Modelle funktionieren. Beide haben Vor- und Nachteile. Diese Seite hilft bei der Einordnung.

Zwei Modelle, zwei Philosophien

Es geht nicht um gut oder schlecht – es geht darum, wie viel Betrieb beim Betreiber hängen bleibt. Das ist die zentrale Frage, die vor einer Entscheidung geklärt werden sollte.

Kartenterminal woschn
Modell Eigenbetrieb – Terminal kaufen/mieten und selbst betreiben Managed Service – woschn übernimmt den gesamten Betrieb
Vorabkosten Hardware-Kauf oder Leasing Keine
Laufende Kosten Transaktionsgebühren + ggf. SIM/Telemetrie Aufschlag auf den Waschpreis (zahlt der Endkunde)
Installation Eigenverantwortung oder Techniker beauftragen Zertifizierter Techniker inklusive
Konnektivität Eigene SIM-Karte oder WLAN bereitstellen Eigenes Mobilfunknetz inklusive
Kundensupport Betreiber übernimmt woschn übernimmt (24/7)
Rückerstattungen Betreiber wickelt ab Automatisch durch woschn
Buchhaltung Jede Transaktion einzeln erfassen Dashboard + automatische Auszahlung
Kompatibilität Je nach Terminal herstellerunabhängig Alle gängigen Hersteller
Monitoring Je nach Anbieter optional / kostenpflichtig Proaktives Monitoring inklusive
Kontrolle Volle Kontrolle über Preise und Zahlungsverkehr Zahlungsverkehr läuft über woschn – dafür null Aufwand
Laufender Aufwand Hoch – Betreiber verantwortet den Betrieb Keiner – woschn ist Merchant of Record

Beide Modelle im Detail

Klassisches Kartenterminal

Eigenbetrieb – der Betreiber hat die volle Kontrolle

Bei diesem Modell kauft oder mietet der Betreiber ein Kartenterminal, das für den Unattended-Betrieb konzipiert ist – also für Umgebungen ohne Personal. Die Hardware wird an die Waschanlage angeschlossen und der Betreiber wickelt den Zahlungsverkehr eigenständig ab.

Dieses Modell gibt dem Betreiber volle Kontrolle über Preise, Abläufe und den Zahlungsverkehr. Er entscheidet, welche Zahlungsarten akzeptiert werden, wie die Preise gestaltet sind und wie die Abrechnung läuft. Dafür liegt auch die gesamte Verantwortung beim Betreiber: Konnektivität bereitstellen, Kundensupport leisten, Rückerstattungen abwickeln, Transaktionen buchhalterisch erfassen.

Am Markt gibt es verschiedene Anbieter für Unattended-Terminals. Manche Waschanlagen-Hersteller bieten auch eigene integrierte Zahlungslösungen an, die allerdings nur mit deren Maschinen funktionieren.

Stärken

  • Volle Kontrolle über Preise und Zahlungsverkehr
  • Hardware im Eigentum des Betreibers
  • Unabhängigkeit von einem Dienstleister
  • Bewährte Technik mit großer installierter Basis
  • Oft herstellerunabhängig einsetzbar

Einschränkungen

  • Vorab-Investition in Hardware
  • Betreiber verantwortet Support und Rückerstattungen
  • Eigene Konnektivität (SIM/WLAN) erforderlich
  • Buchhaltung und Abrechnung in Eigenregie
  • Integration erfordert ggf. technisches Know-how

woschn

Managed Service – der Betreiber gibt den Betrieb ab

woschn verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz: Statt dem Betreiber ein Terminal zu geben und den Rest ihm zu überlassen, übernimmt woschn den gesamten Betrieb rund um Kartenzahlung. woschn agiert als Merchant of Record – das bedeutet, woschn verkauft die Waschleistung an den Endkunden und zahlt dem Betreiber seine Vergütung aus.

In der Praxis heißt das: woschn stellt die Hardware, installiert sie, betreibt ein eigenes Mobilfunknetz, übernimmt den Kundensupport, wickelt Rückerstattungen ab und liefert die Abrechnung. Der Betreiber hat keinen operativen Aufwand im Zusammenhang mit Kartenzahlung.

Dieses Modell eignet sich besonders für Betreiber, die die Waschanlage als Nebenerwerb betreiben oder schlicht keinen zusätzlichen Verwaltungsaufwand möchten. Die Zahlungsabwicklung läuft dabei über woschn – der Betreiber erhält dafür ein fertiges System ohne eigenen Betriebsaufwand.

Stärken

  • Kein operativer Aufwand für den Betreiber
  • Keine Vorabkosten, keine Fixkosten
  • 24/7-Support und Rückerstattungen inklusive
  • Eigenes Mobilfunknetz – kein Internet nötig
  • Herstellerunabhängig
  • Proaktives Monitoring

Gut zu wissen

  • Zahlungsabwicklung läuft über woschn (Merchant of Record)
  • Waschpreise werden von woschn marktüblich kalkuliert
  • Partnerschaft auf mindestens 24 Monate angelegt

Welches Modell passt zu welchem Betreiber?

Es gibt keine pauschal „richtige" Lösung. Die Entscheidung hängt davon ab, wie viel Kontrolle man behalten möchte – und wie viel operativen Aufwand man bereit ist zu tragen.

Entscheidungshilfe

Kartenterminal Passend für Betreiber, die volle Kontrolle über Preise und Zahlungsverkehr behalten wollen, technisch versiert sind und den operativen Aufwand (Support, Rückerstattungen, Abrechnung) als normalen Teil ihres Geschäfts sehen. Auch sinnvoll, wenn bereits ein Terminal im Einsatz ist und gut funktioniert.
woschn Passend für Betreiber, die den operativen Aufwand rund um Kartenzahlung komplett abgeben wollen – insbesondere bei Nebenerwerb, fehlendem Internet am Standort, wenig Zeit für laufende Verwaltung oder dem Wunsch nach einem vollständig betreuten System.

Beide Modelle lassen sich parallel zum bestehenden Münzsystem betreiben – Bargeld und Karte laufen unabhängig voneinander.

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